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der Justus-Liebig-Schule

LiO-Schülerinnen und -Schüler

im ausführlichen Zeitzeugengespräch mit Fritz Deppert

Am 4. März 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der Justus-Liebig-Schule die besondere Gelegenheit, den Zeitzeugen Fritz Deppert zu erleben. In einer zweistündigen Veranstaltung berichtete der ehemalige Lehrer eindrucksvoll aus seinem Leben und seinen Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ein zentraler Bestandteil seines Vortrags war die Schilderung der sogenannten „Brandnacht“ am 11. September 1944, die er als Kind in Darmstadt miterlebte. Darüber hinaus las Fritz Deppert aus seinem Roman Dämmerstunde (Justus-von-Liebig-Verlag, 2025), in dem er autobiografische Erlebnisse literarisch verarbeitet.

Im Anschluss an die Lesung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Ergänzung zum Geschichtsunterricht und trug dazu bei, historische Ereignisse aus erster Hand erfahrbar zu machen.

Mehr zum Buch: liebig-verlag.de/produkt/daemmerstunde-zeitzeugenroman/

„Geschichtensammler“ in Frankreich: Kunst und Erinnerung im europäischen Austausch

Im März 2026 reisten 15 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Justus-Liebig-Schule nach Évreux, um gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern des Lycée Senghor am Projekt „Geschichtensammler“ zu arbeiten. Im Mittelpunkt der ersten Begegnung stand das Thema „Kunst im Zweiten Weltkrieg“ – als europäische Perspektive auf Erinnerung, Verantwortung und Geschichte.

In deutsch-französischen Teams setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Lebenswegen von Künstlerinnen und Künstlern auseinander: Sie untersuchten Biografien von Kunstschaffenden, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden – etwa aufgrund ihrer jüdischen Herkunft –, die im Widerstand aktiv waren oder sich dem Regime anpassten bzw. es unterstützten. Diese unterschiedlichen Perspektiven eröffneten einen differenzierten Blick auf die Rolle von Kunst in Zeiten von Diktatur und Krieg.

Die gemeinsame Projektarbeit wurde durch Begegnungen mit historischen Orten und Workshops ergänzt, die den europäischen Charakter der Erinnerungskultur deutlich machten. Dabei ging es nicht nur um das Lernen über Geschichte, sondern auch um den Austausch von Sichtweisen und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Vergangenheit in Europa.

Das Leben in Gastfamilien sowie die enge Zusammenarbeit in internationalen Gruppen stärkten die Partnerschaft zwischen den Schulen und machten europäische Zusammenarbeit konkret erfahrbar.

Ermöglicht wurde das Projekt durch das Programm Erasmus+ Schule .