Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ haben Henri Gernhardt, Alexander Hoffmann und Elia Centonze aus der Jahrgangsstufe 8 beim Landeswettbewerb „Jugend forscht Junior“ in Kassel in der Sparte Chemie den ersten Platz erreicht, die höchste beim Wettbewerb erreichbare Auszeichnung, da JuFoJu mit der Landesrunde endet. Ihr Projekt „Grillanzünder aus Biomüll?“ überzeugte die Jury durch seinen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und den gelungenen experimentellen Ansatz. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich organische Abfälle zur Herstellung eines umweltfreundlichen Grillanzünders nutzen lassen. Die Jugendlichen testeten verschiedene Biomaterialien, entwickelten ein Herstellungsverfahren und bewerteten Brennverhalten sowie Emissionen. Dabei entstand ein funktionsfähiger Prototyp mit ressourcenschonenden Eigenschaften.
Neben dem Landessieg erhielt das Team den Sonderpreis „Nachhaltige Materialien“. Die Jury hob insbesondere die systematische Arbeitsweise, die Auswertung der Ergebnisse und die hohe Praxisrelevanz hervor. Mit diesem doppelten Erfolg setzen die drei Jugendlichen ein starkes Zeichen für die Verbindung von naturwissenschaftlicher Neugier und gesellschaftlicher Verantwortung. Ihr Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in kreativen Ideen und konsequenter Forschungsarbeit steckt.
Das Projekt wurde von Britta Stuwe betreut und begleitet.
Die Schulgemeinschaft gratuliert zu diesem Erfolg.
Die Laudatio:
Liebe Jungforschende, liebe Betreunde, liebe Anwesende,
der Sommer kommt, die Grills werden angeheizt. Doch womit? Meist mit Produkten aus Erdöl. Henri Gernhardt, Elia Centonze und Alex Hoffmann dachten sich: Das muss auch anders gehen! Sie schauten nicht nur in den Baumarkt, sondern in die Biotonne. Bananenschalen, Erdnussschalen, Mandarinenschalen - Abfall für die einen, ein wertvoller Rohstoff für diese drei Forscher.
Was dieses Projekt so besonders macht, ist die beeindruckende wissenschaftliche Systematik. Hier wurde nicht einfach nur "gezündelt". Mit über 50 präzise durchgeführten Versuchen hat das Team untersucht, wie Materialart, Korngröße und Wachsanteil das Brennverhalten beeinflussen. Sie standen vor dem Problem: Wie machen wir unsere Ergebnisse vergleichbar? Und sie lösten es wie echte Forscher: Sie entwickelten ihre eigene, standardisierte Probenform und Experimentaufbau.
Diese Arbeit ist der perfekte Beweis dafür, dass man nicht immer ein Hightech-Labor braucht, um exzellente Wissenschaft zu betreiben. Man braucht eine gute Idee, einen klaren Plan und den Willen, genau hinzusehen. Dieses Team zeigt uns, wie Nachhaltigkeit im Kleinen beginnt und wie aus einer einfachen Idee und viel Engagement eine runde, überzeugende Forschungsarbeit entstehen kann. Für diese fantastische Leistung und den kreativen Blick auf alltägliche Abfälle gratulieren wir von Herzen.
