„Demokratie braucht mündige, informierte und sozial handelnde Bürgerinnen und Bürger. Aufgabe des Faches Politik und Wirtschaft ist es, Kenntnisse und Einsichten zu vermitteln, die zum Verständnis politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte erforderlich sind und die Grundlage eines politischen Urteils bilden sollen. Ziel ist eine verantwortliche Mitwirkung in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft vorzubereiten. (…)
Um Sachverhalte und offene Fragen rational untersuchen, verstehen und bewerten sowie kontroverse Einschätzungen nachvollziehen und einschätzen zu können, vermittelt der Unterricht in Politik und Wirtschaft das notwendige Orientierungswissen aus der politischen Wissenschaft, der Soziologie, dem Recht und der Ökonomie (…)
Politische Bildung steht in einem engen Zusammenhang mit dem politischen Geschehen und der gesellschaftlich-politischen Entwicklung. Sie beschäftigt sich mit den gegenwärtigen und den für die zukünftige Entwicklung bedeutsamen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen. Positionen, die in der öffentlichen Diskussion kontrovers sind, müssen - soweit sie für das Fach bedeutsam sind - auch im Unterricht kontrovers angelegt werden. Unabhängig davon muss politische Bildung in Politik und Wirtschaft wertbezogen sein. Der Unterricht gibt den Schülerinnen und Schülern normative Orientierung, indem er die Menschenrechte in Verbindung mit den Grundsätzen des demokratischen Rechts- und Sozialstaates als Voraussetzung und Maßstab demokratischen Handelns begreift. (..)“
(Aus dem Lehrplan für das Fach Politik und Wirtschaft (G9), S. 3)
In der Unterrichtsarbeit in diesem Fach werden also Kenntnisse über politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge zu dem Zweck vermittelt und vertieft, um Demokratie kompetent mitgestalten zu können, in der Auseinandersetzung mit den dringlichen Schlüsselproblemen unserer Zeit geübt zu sein und differenziert urteilen zu können.
© 2005-2012 Justus-Liebig-Schule Darmstadt