Gymnasium in Darmstadt
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Freiwilliges Soziales Jahr

Philipp Karl

Gerne unterstützen wir eine Aktion unseres 2006-er-Abiturienten Philipp Karl, der anschließend an die Schulzeit ein "Soziales Jahr" absolvieren möchte. Imponierend sein Engagement, dafür die Unterstützung von anderen zu gewinnen. Lesen Sie dazu bitte auch sein Schreiben:

 

Brücken bauen in Europa

Sehr geehrte Lehrer/innen, sehr geehrte Eltern,

 

mein Name ist Philipp Karl, ich besuche die Jahrgangsstufe 13. Nach meinem Abitur werde ich ein „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)“ in Frankreich leisten als Teilnehmer der Projekt-Idee „Brücken bauen in Europa – Freiwilliges Dienen und Teilen“.

Ich fand die Idee des Projektes „Brücken bauen in Europa“ sehr interessant. Die allgemeinen Leitlinien decken sich mit meinen persönlichen Überzeugungen. Die universelle Menschenwürde ist beispielsweise sehr wichtig für mich und Brücken sollten gerade jetzt in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Probleme und dem Scheitern der EU-Verfassung gebaut werden. Mein Interesse für Frankreich entsprang unter Anderem aus dem bilingualen Unterricht an unserer Schule. Ich finde es faszinierend wie maßgeblich Frankreich die Geschichte Europas beeinflusst hat. Man kann auch sehr viel im Unterricht über unterschiedliche Mentalitäten „lernen“, aber erst durch eigene Erfahrungen in dem Land selbst, kann man die Kultur und Mentalität wirklich verstehen. Also möchte ich durch eigene Lebenspraxis Frankreich richtig kennen lernen und dabei natürlich auch meine Sprachkenntnisse weiter verbessern, denn es gibt wohl keine bessere Übung als ein Jahr im Ausland. Ein Jahr im Ausland – neue Erfahrungen, neue Leute, neue Perspektiven und dabei noch etwas Sinnvolles tun!

Nun möchte ich die Trägerorganisation vorstellen: Die Initiative Christen für Europa e.V. ist eine gemeinnützige, europäische Arbeitsgemeinschaft, die Freiwilligendienste mit jungen Erwachsenen im europäischen Ausland organisiert. Es ist keine Initiative, die missionieren möchte, es geht einfach darum, dass die Freiwilligen durch Eintreten für die Menschenwürde, für das europäische Gemeinwohl und durch eine christlich-solidarische Lebensweise dazu beitragen, Europa auf friedlichem Wege geistig zu einen. Der aktuelle Freiwillligenjahrgang ist beispielsweise in Nervenkliniken in Russland, auf Soldatenfriedhöfen in Belgien, Jugendbegegnungsstätten in Polen, Arche-Gemeinschaften in Italien oder bei rumänischen Straßenkindern im Einsatz.

Wie schon erwähnt, werde ich meinen Dienst in Frankreich leisten, höchstwahrscheinlich entweder in Fréjus bei der Obdachloseneinrichtung „Les amis de Paola“ oder in Toulon bei einer Vereinigung mehrerer Sozialeinrichtungen der „Union Diaconale du Var“. Das entscheidet sich im Juli/August. Ziel dieser Einrichtungen ist es, von der Gesellschaft ausgegrenzte Menschen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Ein Freiwilliger hat berichtet, er hätte dort gekocht, administrative Aufgaben übernommen, sich mit den Bewohnern beschäftigt, Einkäufe erledigt usw.

Natürlich sind mit freiwilligen sozialen Diensten auch Kosten verbunden. Es müssen unter anderem Reise-, Wohn-, Lebenshaltungs- und Versicherungskosten übernommen werden. Öffentliche Zuschüsse erhält der ICE für das FSJ von der Bundesregierung und vom Bundesamt für Zivildienst. Damit kann aber nicht alles bezahlt werden. Freiwillige soziale Dienste sind somit nur lebensfähig, wenn Menschen und Institutionen im Umfeld der Freiwilligen sich engagieren und die Dienste gesellschaftlich mit vertreten und finanziell mit tragen.

Aus Gründen der Solidarität bin ich als Freiwilliger nun aufgefordert, mit Freunden, Bekannten und anderen interessierten Förderern einen Spendenfonds aufzubauen, damit die bestehenden Freiwilligendienste weiter laufen und die persönliche, pädagogische Betreuung und Beratung aller Freiwilligen mitgetragen werden kann. Als Richtwert gelten 150 Euro pro Monat. Es können für die Spender steuerabzugsfähige Spendenquittungen ausgestellt werden.

Wenn Sie mir beim Aufbau eines solchen Förderkreises helfen, tragen Sie also mit dazu bei, sowohl meinen als auch den gesamten Dienst zu ermöglichen. Schon der kleinste monatliche Beitrag kann helfen! Natürlich ist es auch möglich, einen einmaligen Beitrag zu spenden.

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie mich telefonisch unter 06154 693875 und 0162 2083568 oder per Mail pkarl@gmx.net erreichen. Oder Sie sprechen mich einfach in der Schule an.

Aus praktischen Gründen füge ich die Daten für eine eventuelle Spende diesem Schreiben schon einmal bei:

Kontoninhaber: ICE

Kontonr.: 1003257033

Bank: PAX-Bank Köln

BLZ: 370 601 93

Verwendungszweck: Spenderkreis Philipp Karl

Ich möchte Ihnen in jedem Fall schon einmal dafür danken, sich die Zeit genommen zu haben, mein Schreiben zu lesen.

 

Viele Grüße

spenderbrief.pdf

PDF-Version des Spendenaufrufs

 
Zuletzt geändert: 18.02.2006
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